Elektrophorese-Analysensystem IONOSEP 2003

IONOSEP 2003 ist ein System für Analyse ionogener Materialien auf dem Prinzip der Isotachophorese (ITP). Es dient zur Bestimmung von Ionen von Säuren und Basen, inklusive mancher Aminosäuren, in Lösungen. Es ermöglicht die Bestimmung einiger bis vieler Komponenten durch eine Analyse in kurzer Zeit.

IONOSEP 2003 unterscheidet sich von IONOSEP 2001 vor allem durch die Vertikale Anordnung des Trennsystems, welche das Ausspülen von Luftblasen aus dem System erleichtert. So können Unterbrechungen der Analysen aufgrund einer Überschreitung der angelegten Hochspannung reduziert werden. IONOSEP 2003 verfügt auch über eine völlig neue Konstruktion des 6-Wege-Dosierventils. Das Ventil hat nur zwei Stellungen wobei in der Dosierstellung gleichzeitig die Befüllung des Systems mit leitendem Elektrolyten, dem Endelektrolyten und der Probe stattfindet. Die zweite Stellung wird während der Analyse gehalten. Durch das Fehlen eines Reservoir für den Endelektrolyten am Dosierventil entfallen Probleme mit dem „Abtropfen“ des Endelektrolytes,. Der Endelektrolyt wird extra für jede Analyse dosiert. Der Vorteil dabei ist, dass, falls es zu einer Verunreinigung des Endelektrolyten kommt, die Welle der Verunreinigung für jede Analyse konstant ist und bei der Auswertung korrigiert werden kann. Bei IONOSEP 2001, dessen Dosierventil einen Endelektrolyt-Reservoir hat, wird die Welle der Verunreinigung mit der Anzahl der Analysenläufe immer kürzer.

IONOSEP 2003 ist ausgestattet mit einem automatischen Probenwechsler für 10 Proben. Der Autosampler kann unabhängig vom ITP-System verwendet werden. Das ist vorteilhaft bei der Arbeit im Außendienst. Unter Verwendung eines USV-Stromversorgungssystems und eines Steuerungs-Notebooks kann das ITP-System bis zu 40 Stunden (bis zu 150 Analysenläufe) außerhalb des Labors betrieben werden. Alle Phasen der Analyse, inklusive Probenauftrag, Trennung und Detektion, Datenaufnahme und -auswertung, werden durch den Computer gesteuert.

Wie bei IONOSEP 2001 wird ein kontaktfreier Hochfrequenz-Leitfähigkeitsdetektor verwendet, mit Leistungsparametern vergleichbar einem qualitativ hochwertigen Leitfähigkeitsdetektor, jedoch ohne seine Nachteile wie Asymetrie oder Verschmutzung der Elektroden. Seine einzigartige Konstruktion ist eine Leistung der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Karls-Universität in Prag und ist durch mehrere Patente geschützt. Seine Lebensdauer ist praktisch unbegrenzt und dank seiner Autokalibrationsschleife liefert er ständig unverfälschte Ergebnisse.